Ist die Entscheidung gefallen, das Kind in eine Betreuung durch eine Tagesmutter zu geben, fängt die Suche nach einer geeigneten Tagesmutter an.
Neben der sogenannten Mund-zu-Mund-Propaganda im Bekanntenkreis, Aushängen beim Kinderarzt, in Kindergärten oder in vergleichbaren Einrichtungen besteht die Möglichkeit der Suche durch private Anzeigen in den Medien – Zeitungen, Zeitschriften oder auch im Internet. Dort gibt es auch unabhängige spezielle Suchdienste für Tagesmütter wie zum Beispiel www.betreut.de oder www.tagesmuttergesucht.de. Ebenso lassen sich Tagesmütter durch kleinere Verbände, Kirchen, Nachbarschaftshilfe etc. suchen. Vorteil dieser insgesamt eher ortsbezogenen Suchmöglichkeiten ist, dass die in Frage kommenden Tagesmütter schon bekannt sind und die Suche persönlich auf die Elternerwartungen abgestimmt werden kann. Auch Referenzen lassen sich so natürlich leichter nachprüfen. Hier haben die Online-Portale allerdings deutlich zugelegt und ermöglichen eine umfangreiche Bewertung für eine bessere Vergleichbarkeit.
Eine weitere und schon von vornherein wenigstens grob abgestimmtere Möglichkeit ergibt sich durch die Nachfrage bei der sogenannten Tagespflegevermittlungsstelle, die in jeder kreisfreien Stadt ansässig ist, oder bei dem örtlichen Jugendamt, in dem eine Kartei mit den örtlich zugelassenen Tagesmüttern vorliegt. Die Seriösität einer Tagesmutter ist in diesem Fall durch Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses und eines Gesundheitszeugnisses garantiert. Die Kartei im Jugendamt enthält neben den notwendigen Qualifikationsdaten auch persönliche Informationen, so dass ein Berater des Jugendamtes direkt mit den Eltern abstimmen kann, ob beide Parteien zusammenpassen. Letzteres hängt sehr von den Erwartungen der Eltern ab, denn die Erziehungsstile sollten aufeinander abgestimmt sein.
Parallel bietet das Jugendamt fachliche Beratung, gegebenenfalls eine Pflegegeldunterstützung und auch einen Online-Dienst zur Tagesmutter-Suche an.